Ein Certificate of deposit ist eine Bankschuldverschreibung. Wie alle anderen „Inhaberschuldverschreibungen“ (quasi ein Barscheck) können diese leicht frei gehandelt werden. Certificates of deposit sind also keine „Namensschuldverschreibungen“ (quasi Verrechnungsschecks), die nur einem speziellen Eigentümer zugeordnet sind. Die Namensgebung (deutsche Begriffe sind z. B. Einlagenzertifikat, Depositen-Zertifikat oder Geldmarkt-Zertifikat) soll suggerieren, dass damit gewissermaßen ein Kontoguthaben (Giralgeld) „verbrieft“ wird. Ein Certificate of deposit unterscheidet sich für den Bankkunden aber nicht von anderen Bankschuldverschreibungen. Immer „tauscht“ man Giralgeld gegen ein Zertifikat, d. h. einen verbrieften Geldanspruch. Für die Bank liegt der Vorteil u. a. darin, dass unter gewissen Bedingungen das Volumen der ausgegebenen Zertifikate keiner Mindestreservehaltungspflicht unterliegt. Dies gilt insbesondere beispielsweise in den USA für Certificates of Deposit, die auf eine Fremdwährung lauten (also aus Sicht der USA beispielsweise auf Euro, Yen oder Pfund Sterling). Diese werden dann auch „Eurocurrency Certificates of deposit“, „Euroeuro Deposits“, „Euroyen CD“ etc. genannt. Außerhalb der USA werden auch „Eurodollar Deposits“ geführt und als Zertifikate verbrieft.
