In der aktuellen Krise befinden sich die Wirtschaftswissen-schaften, insbesondere die Volkswirtschaftslehre, in Erklärungsnot. Die Ereignisse sind völlig inkompatibel mit den dominanten Positionen der Disziplin vor der Krise wie auch mit den bisherigen Prognosen und Zukunftsaussagen. Die Krise macht den unsicheren Boden deutlich, auf dem das Theoriegebäude und die immer fordernder vorgetragene Philosophie des freien Marktes aufsetzt.
Zur Verdeutlichung: Die aktuelle Weltwirtschafts- und Weltfinanzkrise hat offensichtlich werden lassen, dass das marktfundamentalistische Paradigma zur Organisation funktionierender Gesellschaften und Ökonomien genauso wenig geeignet ist wie Planwirtschaft und Kommunismus. Wir brauchen als Menschheit ein anderes Modell, wenn wir einen zukunftsfähigen Globus wollen, auf dem die Menschen in Frieden mit der Natur und untereinander auf einem Niveau hoher Prosperität leben können. Erforderlich ist es dazu, die Dynamik und Innovationskraft der Märkte im Schumpeter’schen Sinne mit einem konsequenten Umweltschutz und sozialem Ausgleich, vor allem im Sinne der Förderung der Partizipation aller Menschen, zu verbinden und das nicht nur in nationaler, sondern in weltweiter Perspektive.
Das hierfür geeignete Wirtschaftsmodell liegt vor: Es liegt in der Extension eines ordoliberalen Ansatzes auf den Globus in Form einer weltweiten ökologisch-sozial regulierten Marktwirtschaft, in einem Ökosozialen Marktmodell. Der vorliegende Text gibt hierzu einige Hinweise. Auf einen Tandemtext, der sich vor allem mit der Historie dieses Modells beschäftigt, sei an dieser Stelle ergänzend verwiesen, ebenso auf einen früheren gemeinsamen Text der Autoren zum Thema.
Aktualisierung Januar 2011
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Oekosoziale_Marktwirtschaft-Ideen,_Bezuege,_Perspektiven.pdf | 2.59 MB |
